Warum viele Shop-Blogs nicht funktionieren – und wie du es besser machst
Viele Online‑Shops haben einen Blog. Und trotzdem passiert … nichts.
keine Klicks
kein Traffic
keine Verkäufe
Das liegt selten daran, dass du „nicht gut schreiben“ kannst. Es liegt fast immer daran, dass der Blog ohne Plan läuft.
Hier sind die häufigsten Fehler und was du stattdessen tun solltest.
Fehler 1: Bloggen ohne klares Ziel
Viele Artikel entstehen spontan:
„Ich schreibe mal etwas.“
„Das Thema interessiert mich.“
Das ist menschlich - aber für einen Shop‑Blog zu zufällig.
Stell dir vor jedem Artikel eine einzige Leitfrage:
Was soll dieser Artikel für meinen Shop tun?
Typische Ziele (und alle sind okay du musst nur eins wählen):
informieren und vorqualifizieren
Vertrauen aufbauen (E‑E‑A‑T)
zu Produkten/Kategorien führen
Newsletter‑Anmeldungen erzeugen
Einwände abbauen (z. B. Preis, Qualität, Pflege, Lieferzeit)
Ohne Ziel verpufft selbst der beste Text.
Fehler 2: Themen ohne Suchintention
Der häufigste Irrtum:
„Wenn der Text gut ist, wird er gefunden.“
Suchmaschinen (und auch KI‑Suchen) belohnen nicht „schön geschrieben“, sondern passend beantwortet.
Erfolgreiche Shop‑Blogs:
greifen reale Suchanfragen auf
beantworten echte Kund:innenfragen
sind klar strukturiert (statt verspielt‑kreativ)
liefern schnelle Orientierung (Antwort zuerst, Details danach)
Praktischer Check:
Würde jemand genau das so bei Google eingeben? Wenn nicht, ist es eher ein Social‑Thema als ein Blog‑Thema.
Fehler 3: Keine Verbindung zum Shop
Ein Blog ohne Bezug zum Shop ist verschenktes Potenzial.
Das heißt nicht: aggressive Produktplatzierung.
Es heißt:
sinnvolle interne Verlinkung (Produkte, Kategorien, passende Artikel)
Kontext schaffen („Für wen ist das relevant?“)
Orientierung geben („Was ist der nächste Schritt?“)
Leser:innen denken immer:
„Okay und was hat das jetzt mit mir und diesem Shop zu tun?“
Wenn du das im Artikel nicht beantwortest, gehen sie wieder.
Fehler 4: Einmal veröffentlichen und vergessen
Ein Blogartikel ist kein Einmal‑Post.
Wenn du ihn nur veröffentlichst und dann liegen lässt, bleibt selbst ein richtig guter Artikel unsichtbar.
Was stattdessen funktioniert:
Pinterest (Evergreen‑Traffic)
Newsletter (Vertrauen + Klicks)
interne Verlinkung aus anderen Artikeln
Wiederverwendung als Instagram‑Karussell, Reel‑Script oder Freebie‑Baustein
regelmäßige Updates (z. B. 1× pro Jahr)
Ein guter Artikel darf mehrfach leben - das ist kein „Spam“, das ist smart.
Fehler 5: Zu hohe Erwartungen (und zu frühes Aufgeben)
Ein Blog braucht Zeit.
Nicht Tage. Nicht zwei Wochen.
Wer nach drei Artikeln aufgibt, verpasst oft genau den Punkt, an dem die Wirkung anfängt: wenn Google Vertrauen aufbaut, interne Links greifen und Inhalte sich gegenseitig stärken.
Realistische Erwartung:
erste Signale nach 8–16 Wochen
stabile Ergebnisse oft nach 3–6 Monaten (je nach Nische)
So machst du es besser: Die Shop‑Blog‑Formel
Ein funktionierender Shop‑Blog ist nicht perfekt. Aber bewusst.
Er:
hat eine klare Strategie (Ziel + Zielgruppe + Suchintention)
setzt auf Evergreen‑Themen (die jedes Jahr gesucht werden)
verbindet Inhalte mit Shopseiten (ohne Druck)
wird aktiv verteilt (Pinterest/Newsletter/Content‑Recycling)
wird gepflegt (Updates statt „veraltet und vergessen“)
Fazit
Ein Blog scheitert nicht am Schreiben.
Er scheitert an fehlender Klarheit.
Wenn du weißt, warum du schreibst und für wen, kann dein Blog zu einem der stärksten Werkzeuge deines Shops werden: sichtbar, vertrauensbildend und verkaufsstark, ohne laut zu sein.
Wenn du dir dabei Struktur wünschst: In meinem Kurs Bloggen für Shops zeige ich dir, wie du Themen findest, Artikel planst und so schreibst, dass sie gefunden werden und Leser:innen in Kund:innen verwandelst.